Nagelpilz im Anfangsstadium erkennen

Nagelpilz im Anfangsstadium erkennen

Nagelpilz im Anfangsstadium erkennen

Bei allen Pilzerkrankungen lassen sich schnellere Behandlungserfolge erzielen, wenn der Pilz möglichst früh – am besten schon im Anfangsstadium – erkannt und die Behandlung schnell aufgenommen wird. Dies minimiert auch das Ansteckungsrisiko für Familienmitglieder und andere Personen. Zeigen sich erste, durch einen Nagelpilz bedingte Veränderungen an den Fingernägeln, fallen diese deutlich früher auf, als ein Nagelpilzbefall an den Fußnägeln. Dies liegt daran, dass die Füße meist mit Strümpfen und Schuhen bedeckt sind und deshalb deutlich weniger Aufmerksamkeit erhalten, als die Hände. Aus diesem Grund bleibt insbesondere der Pilzbefall an Fußnägeln oftmals lange unbemerkt, sodass sich der Pilz leicht unbemerkt ausbreiten kann.

Tipp: Damit Sie eine Nagelpilzerkrankung bereits im Anfangsstadium erkennen und frühzeitig die Anti-Pilz-Behandlung beginnen können, sollten Sie neben einer sorgfältigen Pilzprophylaxe zumindest einmal wöchentlich Ihre Fußnägel sowie die Zwischenräume der Fußzehen genauer betrachten.

Nagelpilz Anfangsstadium: Das sind die typischen Symptome

In der medizinischen Fachsprache wird der Nagelpilz als Onychomykose bezeichnet. Der erste Wortteil Onycho heißt Nagel, während der zweite Wortteil, Mykose, eine Pilzinfektion bezeichnet. Eine Nagelmykose bereitet im Anfangsstadium noch keine Beschwerden, sodass zunächst nur eine Inaugenscheinnahme der Zehennägel bzw. der Fingernägel auf eine Nagelpilzerkrankung hinweisen kann.

Nagelpilz erkennen: Das erste Anzeichen

Nagelpilz erkennen: Genau hinsehen!

Nagelpilz erkennen: Genau hinsehen!

Die Pilzerkrankung macht sich im Anfangsstadium meist an der Außenkante des Nagelrandes bemerkbar – dem Teil, der über das Nagelbett hinaus gewachsen ist und über die Fingerkuppe steht. Der Zehennagel bzw. Fingernagel wirkt an dieser Stelle rau und leicht knubbelig. Bis dahin ist es gut möglich, dass das erste Anzeichen des Pilzbefalls auch beim Hinsehen noch nicht allzu gut erkennbar ist.

Im Rahmen der Selbstdiagnose kann Nagelpilz bereits im Anfangsstadium mit einem Antimykotikum behandelt werden. Geeignete Anti-Pilz-Mittel sind rezeptfrei in Apotheken und online erhältlich. Möchten Sie den Nagelpilz mit Hausmitteln behandeln, finden Sie unter dem hinterlegten Link weitere Tipps in unserem Ratgeber.

Hinweis: Haben Sie noch keine Erfahrungen mit der Nagelpilzdiagnostik und der Nagelpilzbehandlung, ist es generell sinnvoll, bereits in diesem Stadium zum Hautarzt oder Dermatologen zu gehen und die Verdachtsdiagnose Onychomykose schulmedizinisch abklären zu lassen.

Weitere Anzeichen von Nagelpilz

Einhergehend mit der Veränderung am Nagelrand verlieren betroffene Nägel bereits im Anfangsstadium ihren Glanz. Die anfangs nur am Nagelrand auftretende raue Nagelsubstanz weitet sich allmählich über den gesamten Nagel aus.

Im weiteren Verlauf kann es zu einer gut sichtbaren gelblichen Verfärbung der Nagelplatte kommen. Außerdem geht Nagelpilz oft mit einer typischen Streifenbildung einher. Gelbe Streifen oder braune Streifen auf dem Fußnagel bzw. Fingernagel sind ein weiteres typisches Symptom von Nagelpilz. Eines der weiteren Nagelpilz-Symptome ist die Verdickung des Nagels, die auf ein fortgeschrittenes Stadium der Nagelmykose schließen lässt.

Info: Im gesunden Zustand sind Fingernägel und Fußnägel leicht rosa gefärbt. Die Nageloberfläche ist glatt, glänzt leicht und wirkt durchscheinend. Keratin festigt die Nagelplatte, dennoch weist ein gesunder Fingernagel oder Fußnagel eine gewisse Elastizität auf. Bei einer Nagelmykose zerstört der Pilz die Keratinschicht, wodurch die Nagelsubstanz sich verfärbt, uneben und im späteren Stadium brüchig wird. Dies kann sich bis zur vollständigen Zerstörung des Nagel fortsetzen.

Zerstörung der Nagelplatte

Der Pilz ernährt sich von der Keratinschicht des Nagels. Durch die Einnistung der Pilze in die Nagelschicht bilden sich Hohlräume. Innerhalb dieser Hohlräume wachsen Pilzkolonien, die weiter den betroffenen Fußnagel oder Fingernagel zerstören. Außerdem kommt es in diesem Stadium vor, dass sich der Nagel abhebt. Allmählich bröckelt der Nagel auseinander und es kommt dazu, dass das Nagelbett freigelegt wird.

Nagelpilz heilt nicht von alleine ab

Während im Nagelpilz-Anfangsstadium noch keine Beschwerden und Schmerzen auftreten, kann die ausbleibende Nagelpilzbehandlung dazu führen, dass Juckreiz, unangenehmer Geruch und Schmerzen auftreten. Insbesondere bei fortgeschrittener Erkrankung einhergehend mit völligem Verlust des Nagels tritt die Nagelmykose auch auf andere Nägel über. Dort, wo der Nagelpilz den Nagel bereits vollständig zerstört hat, kommt es häufig zu Verletzungen des freigelegten Nagelbetts, was zu zusätzlichen sowie ernsthaften Beschwerden und Erkrankungen führen kann.

Für Betroffene ist es wichtig zu wissen, dass Nagelpilz nicht alleine abheilt. Eine gezielte und konsequente Nagelpilz-Behandlung ist deshalb zwingend erforderlich. Um so früher der Nagelpilz diagnostiziert (Selbstdiagnose oder ärztliche Diagnose) und die Anti-Pilzbehandlung begonnen wird, desto schneller und leichter lässt sich der Pilz erfolgreich behandeln.

Hausmittel oder Medikamente gegen Nagelpilz?

Für die Nagelpilzbehandlung kommen mehrere Behandlungsmöglichkeiten in Betracht. Hausmittel haben den Vorteil, dass sie in fast jedem Haushalt vorhanden sind sofort für die Anwendung zur Verfügung stehen. Spezielle Arzneimittel mit fungizidaler Wirkung können von Hausarzt bzw. Hautarzt verschrieben oder rezeptfrei in der Apotheke und online besorgt werden.

Im Anfangsstadium können (!) Hausmittel gegen Nagelpilz auf eigenes Risiko versucht werden. Betroffene, die zur Bekämpfung von Nagelpilz Hausmittel verwenden, sagen Essig, Olivenöl, Lavendelöl und Teebaumöl sowie Backpulver und Zahnpaste eine gute Wirkung nach. Hausmittel haben oft zwar antibakterielle, desinfizierende und pilztötende Wirkung, jedoch dringen sie meist nicht tief genug in die pilzbefallene Nagelplatte ein, wodurch auch bei prinzipiell positiven Wirkeigenschaften keine ausreichende Wirkung erzielt zu erzielen ist, wenn der Nagelpilz sich bereits im fortgeschritteneren Stadium befindet.

Zudem gibt es keine aussagekräftigen Studien, was die Wirksamkeit von Hausmitteln anbetrifft. Eine Hausmitteltherapie sollte daher allenfalls nur nach sorgfältiger Abwägung im Anfangsstadium angewandt werden. Bei fortgeschrittenem Nagelpilz oder wenn durch die Behandlung mit Heilmitteln keine Verbesserung eintritt, erscheint eine schulmedizinische Nagelpilztherapie mit einem Antimykotikum unumgänglich. Ein Anti-Pilz-Lack Therapie mit einem Wirkstoff wie Ciclopirax ist regelmäßig anzuwenden, bis betroffene Nägel vollständig herausgewachsen sind. Erst dann gilt der Nagelpilz als vollständig geheilt. Erfahren Sie hier mehr über die Dauer einer Nagelpilzbehandlung.

Natürliche Hausmittel und Großmutters Behandlungstipps wie der tägliche Verzehr einer rohen Knoblauchzehe können parallel zur schulmedizinischen Anti-Pilz-Therapie die Nagelpilzbekämpfung von Innen unterstützen – aber sollten nie als alleinige Therapieform angewendet werden.

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