Nagelpilz mit Tabletten behandeln: Wann und wie
Bei ausgedehntem Nagelpilz reicht ein Nagellack häufig nicht aus – der Pilz sitzt zu tief. Dann kann eine innerliche Behandlung mit Tabletten nötig sein. Diese ist verschreibungspflichtig und gehört in ärztliche Hände.
Wie Nagelpilz-Tabletten wirken
Die Wirkstoffe (zum Beispiel Terbinafin oder Itraconazol) gelangen über den Blutkreislauf bis in die Nagelwurzel und hemmen dort den Pilz. So wird auch Befall erreicht, an den ein Lack nicht herankommt. Der Wirkstoff reichert sich im nachwachsenden Nagel an.
Wann sie eingesetzt werden
Tabletten kommen bei ausgedehntem Befall, mehreren betroffenen Nägeln oder Beteiligung der Nagelwurzel infrage – oft in Kombination mit einer äußerlichen Behandlung. Die Behandlungsdauer beträgt je nach Wirkstoff und Nagel mehrere Wochen bis Monate.
Warum ärztliche Begleitung wichtig ist
Innerliche Antipilzmittel können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben, und einzelne Wirkstoffe erfordern eine Kontrolle der Leberwerte. Deshalb werden sie nur nach ärztlicher Prüfung verordnet. Setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Häufige Fragen: Nagelpilz mit Tabletten behandeln: Wann und wie
Gibt es Nagelpilz-Tabletten rezeptfrei?
Nein. Tabletten gegen Nagelpilz (etwa mit Terbinafin oder Itraconazol) sind verschreibungspflichtig. Die Ärztin prüft vorab mögliche Wechselwirkungen und – je nach Wirkstoff – die Leberwerte.
Wann sind Tabletten nötig?
Wenn mehrere Nägel oder die Nagelwurzel befallen sind, der Nagel stark verändert ist oder äußerliche Behandlungen nicht ausreichen. Oft werden Tabletten mit einer äußerlichen Behandlung kombiniert.